Kommentar

Was erwartet die SPD unter und mit Esken/ Walter-Borjahns?

Eigentlich sollte man dann, wenn jemand am Boden liegt, nicht auch noch nachtreten. Aber manchmal lässt sich das, wenn es Kritik ist, nicht verhindern. So wie bei der SPD.

Eigentlich schon um ihr Überleben kämpfend, erntet die Partei nun mit der Wahl von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans zu Parteichefs viel Kritik. Zu unbekannt, zu unerfahren, zu unscheinbar … die Kritikpunkte von allen Seiten sind nicht wenige.

Ob sich die SPD mit dem Entscheid, die beiden Kandidaten nach dem monatelangen Casting nun zu wählen, einen Gefallen tut, kann man bezweifeln. Es ist wie bei anderen Castingsshows. Auch bei „Deutschland sucht den Superstar“ hat man den Gewinner bereits nach wenigen Wochen wieder vergessen. Karriere macht er kaum. So wird es wohl auch dem Führungsduo Esken/ Walter-Borjahns gehen.

SPD-Vorsitzender ist der Job, den niemand aus der alten Garde mehr haben wollte. Esken/ Walter-Borjahns schlugen zu und bekamen den Zuschlag. Was weiß man über beide? Wenig. Nur, dass sie links stehen. Das allerdings sollte bei einer Partei, die SPD heißt, eigentlich gar nicht so verwundern.

Allerdings haben wir bereits Parteien, die das linke Wählerpotential abdecken. Sozialdemokraten, wie zuletzt Schröder, hatte die SPD in der Mitte positioniert und damit neue Wählergruppen erschlossen. Seit Merkel auch die CDU die Mitte vernachlässigen lässt, um links-grün zu huldigen, ist die Mitte unbesetzt. Die SPD und Esken/ Walter-Borjahns aber werden diese Position nicht besetzen.

Vermutlich ist dies nun auch das Ende der Koalition. Esken will den Ausstieg, Walter-Borjans die Entscheidung an Bedingungen knüpfen. Erfolgversprechend wirken beide nicht. Beide hatten noch nie bundespolitische Ämter inne und haben von der Führung der schwierigen SPD nur eine lose Vorstellung.

Hinzu kommt, dass sie ihre Wahl auch Juso-Chef Kevin Kühnert verdanken. Sie werden es ihm danken müssen, Vielleicht mit noch größerem Linksruck als erwartet.

Ihnen eine angenehme Woche

Ihr

Reinhold Haimüller

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