Kommentar

Terror: Verbale Beliebigkeiten und Betroffenheitsrituale sind jetzt falsch

Hohe christliche Feiertage üben einen Reiz auf islamistische Terroristen aus. Erneut schlugen sie zu. Die Opfer: Christen.

Die Anschläge vom Ostersonntag kamen für fast alle überraschend. Sri Lanka galt als sicher, da der Bürgerkrieg mit den Tamilen beendet ist. So hatte niemand damit gerechnet, dass sich Islamisten die Insel als Tatort aussuchen.

Hier zeigt sich erneut: Der islamistische Terror ist ein weltweites Phänomen. Überall können Menschen vom Islamismus radikalisiert werden und zuschlagen.

Dass in Sri Lanka alle Alarmglocken versagten – Hinweise wurden nicht ernst genommen und Maßnahmen ausgelassen – zeigt zudem, dass man nirgendwo auf der Welt mehr sicher ist vor islamistischen Anschlägen. Nicht auf islamistische Umtriebe zu achten rächt sich mit Sicherheit. Sri Lanka ist ein weiterer Beweis.

Doch was tun außer der ständigen Überwachung islamistischer Kräfte im eigenen Land? Vielleicht sollten die Regierungen lernen, dass man die moderaten Kräfte im Islam stärken muss. Vielleicht kann man so Sympathien für Radikalisierte verhindern.

Nach Christchurch haben alle über ideologische und politische Konsequenzen debattiert. Was ist daraus geworden? Was ist jetzt, nach Sri Lanka? Die Regierungen üben sich in Betroffenheitsritualen. Passiert nun, wie nach allen Terroranschlägen, wieder nichts?

In Sri Lanka wurde, wie schon so oft, planmäßig und gezielt die westliche und christliche Kultur angegriffen. Die Islamisten wollten den verhassten Westen mit den Morden in Kirchen und Hotels direkt treffen. Für sie ist das Christentum die verhasste Religion des Westens. Die Christen mit den Morden an ihrem höchsten Feiertag zu treffen, das dürfte ihnen gelungen sein. Verbale Beliebigkeiten und Betroffenheitsrituale sind jetzt falsch am Platz

Täuschen wir uns nicht selber: Hier waren und sind keine verwirrten Einzeltäter unterwegs. Das ist organisierter Terror. Und der erfordert Reaktionen.

Ihnen eine angenehme Woche
Ihr
Reinhold Haimüller

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