Kreis Düren

Renkerstraße: Tunnelbohrmaschine planmäßig eingesetzt

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Die Bauarbeiten des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) zum Ersatz des schadhaften Abschnitts des Abwasser-Hauptsammlers in der Renkerstraße schreiten planmäßig voran. Trotz einer kurzen Unterbrechung wegen eines Bombenfundes zum Ende des vergangenen Jahres konnten die Startgrube sowie die Zielgruben für die Tunnelbohrmaschine termingerecht fertiggestellt werden.

Am 24. Januar wurde die Tunnelbohrmaschine in die Startgrube auf Höhe der Zufahrt zum Industriepark Niederau in der Renkerstraße eingesetzt. Die Tunnelbohrmaschine wird sich zunächst auf einer Länge von ca. 40 Metern unter dem Bahndamm der Rurtalbahn bis zur Zielgrube auf der anderen Seite vorarbeiten. Dies wird etwa eine Woche in Anspruch nehmen. Dann wird die Maschine entnommen und wieder in die Startgrube eingesetzt – nur diesmal umgedreht, sodass sie in Richtung Rur bohren kann. Die hier zurückzulegende Strecke beträgt ca. 240 m und unterquert auch den Dürener Mühlenteich. Sofern keine gravierenden Störungen – beispielsweise durch unterirdisch angetroffene Findlinge oder dergleichen – auftreten, ist für diese Strecke eine reine Bauzeit von ca. 3 bis 4 Wochen veranschlagt. Damit soll der Vortrieb voraussichtlich Anfang März abgeschlossen werden.

Der unterirdische Vortrieb bietet im Gegensatz zur offenen Bauweise den Vorteil, dass der Bahnverkehr ungestört weiterläuft und kein Busersatzverkehr eingerichtet werden muss. Darüber hinaus werden die baubedingten Beeinträchtigungen der Anwohner deutlich reduziert, zumal kein Bodenaushub und auch keine aufwändige Sicherung der Baugrube beispielsweise durch Spundwände notwendig ist. Dementsprechend ist auch der Baufortschritt erheblich größer als bei konventionellen Verfahren.

Die Tunnelbohrmaschine besteht in Wesentlichen aus einem überdimensionalen Bohrkopf und einer Pressvorrichtung, die sie nach vorne vorwärts drückt. Das anfallende Bohrgut wird durch die Maschine soweit gebrochen, dass es mit einer Trägerflüssigkeit ausgespült werden kann. In einem Separator werden oberirdisch Wasser und Bohrgut wieder voneinander getrennt. Gleichzeitig presst die Maschine Kanalrohrteile mit einer Länge von je drei Metern in die Bohrung ein. Die Rohre bestehen aus Stahlbeton, der innen mit korrosionsresistentem Polyethylen (PEHD) ausgekleidet sind.

Der Wasserverband betont, dass durch die unterirdische Bauweise auch die Erreichbarkeit des St. Augustinus-Krankenhauses während der gesamten Baumaßnahme aus Richtung Lendersdorf für Besucher und Patienten jederzeit gesichert bleibt. Zusätzlich wurden in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus Ersatzparkflächen eingerichtet, sodass auch weiterhin genügend Parkraum zur Verfügung steht. Dank des Entgegenkommens des Industrieparks Niederau ist auch der reibungslose Verkehr für Rettungswagen aus Richtung des Innenstadtgebiets Düren und Kreuzau über das Werksgelände gesichert. Zur Vermeidung widerrechtlicher „Schleichfahrten“ wurde eigens eine fernbedienbare Schrankenanlage mit Nummernschilderkennung eingerichtet, die nach Auskunft der Beteiligten einwandfrei arbeitet.

Foto: Hupp & Dobusch

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