Kreis Düren

Pokal-Finale: Powervolleys müssen zur alten Stärke zurückfinden

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Die Berliner wissen, dass Düren ein unangenehmer Gegner sein kann. Foto: Guido Barth

Die Volleyball-Fans fiebern diesem Tag entgegen: Am Sonntag, 16. Februar werden in der SAP-Arena Mannheim die DVV-Pokalsieger bei den Frauen und Männern ausgespielt. Mit dabei die SWD Powervolleys Düren. Und auch wenn es in den letzten Spielen für die Dürener Bundesliga-Volleyballer nicht richtig rund lief, hat das Team um Trainer Stefan Falter natürlich eine Chance, den Titel zu gewinnen. Die Spiele beginnen um 13:45 Uhr mit der Partie der SWD Powervolleys Düren gegen die Berlin Recycling Volleys. Ab 16:30 Uhr kämpfen dann bei den Frauen der Dresdner SC und Allianz MTV Stuttgart um den ersten Titel des Jahres.

„Wir sind bis über die Ohren motiviert und wir werden alle, was wir haben, in die Waagschale werfen“, gibt Powervolleys-Kapitän Michael Andrei die Marschroute vor. „Motivieren muss man uns nicht. Wir sind heiß auf das Finale“, so der Mittelblocker weiter. Und Düren Routinier Björn Andrae ergänzt: „Es gibt kein Rezept gegen Berlin. Die sind zu Recht gerade der Überverein der Liga. Aber man spielt ein Finale nicht wie in der Liga. Wir müssen 100 Prozent abliefern, dann haben wir eine Chance.“

Zehn Jahre nach dem bisher letzten Pokalfinale will Düren seine Außenseiterchance nutzen und mit dem ersten Titelgewinn zumindest im Rheinland Volleyball-Geschichte schreiben. Die Vorfreude im Team ist groß. „Jeder von uns freut sich schon seit Wochen auf das Pokalfinale. Wir werden den Tag genießen“, sagt Kapitän Michael Andrei.

Gleichwohl weiß der Routinier, wie hoch die Hürde ist, die die SWD Powervolleys nehmen wollen. Berlin ist derzeit unbestritten die Nummer eins im deutschen Volleyball und dominiert die Bundesliga. Düren dagegen rangiert auf Platz sieben und ist zuletzt hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Das Kräfteverhältnis scheint klar zu sein. Nach eher enttäuschenden Wochen zuletzt setzen Andrei und Co alles daran, den Schalter umzulegen, die eigenen Stärken auf das Spielfeld zu bringen und Berlin damit vor so viele Probleme wie möglich zu stellen. „Volleyball ist ein psychologisches Spiel. Einige bei uns denken im Moment zu viel nach, statt einfach zu spielen. Vielleicht helfen uns die klaren Vorzeichen dabei, frei aufzuspielen.“

Komplizierte Rezepte gibt es vor dem Duell mit Weltklassespielern wie Sergej Grankin und Benjamin Patch nicht. Den Spruch vom Pokal und seinen eigenen Gesetzen will Trainer Stefan Falter nicht bemühen. „Das Pokalfinale ist ein einzelnes Spiel. Wir haben es mehr als einmal gezeigt, dass wir eine starke Leistung abrufen können. Im Pokal bisher gleich dreimal. Sonst stünden wir nicht im Finale“, erinnert Falter an die starken Leistungen in Achtel-, Viertel- und Halbfinale. „Das müssen wir im Kopf haben.“ Auch das Bewusstsein, dass die SWD Powervolleys den Ruf haben, ein unbequemer Gegner für den Meister zu sein. Alleine in der vergangenen Saison konnte Düren von fünf Spielen gegen die BR Volleys immerhin zwei gewinnen.

„Berlin wird uns ganz sicher nicht unterschätzen“, sagt Michael Andrei deswegen. „Wir werden jetzt versuchen, so viel Selbstvertrauen wie möglich aufzubauen und dann voll auf Angriff spielen.“ Schließlich steht nirgendwo geschrieben, dass der Aufschlag – eigentlich eine Dürener Waffe – weiter klemmen muss. Sollten die SWD Powervolleys hier zu alter Stärke zurückfinden, dann kann ein spannendes Spiel zustande kommen. Düren wird dabei reichlich Unterstützung haben. Der Sonderzug für die Fans ist ausverkauft, die Zahl der Zuschauer, die anreist, um die SWD powervolleys nach vorne zu peitschen, wird sicher vierstellig sein. Alle sind sie bereit, der Mannschaft dabei zu helfen, die kleine Außenseiterchance größer werden zu lassen.

Nicht dabei mithelfen können Niklas Seppänen und Blair Bann. Seppänen dürfte nach seinem Fußbruch im Dezember wohl erst im März wieder auf das Spielfeld zurückkehren. Abwehrchef Bann wurde am Ellbogen operiert und muss ebenfalls pausieren. Für ihn läuft erneut Ivan Batanov als Libero auf. „Da mache ich mir gar keine Sorgen. Ivan hat das bisher richtig gut gemacht“, schildert Kapitän Andrei. Die Motivation innerhalb der Mannschaft ist groß, der bisher durchwachsenen Saison eine Wende zu geben. „Wir haben jetzt nur noch Endspiele vor uns. Und die fangen mit dem Pokalfinale an. Wir werden alles dafür tun, um uns unsere Chance zu erarbeiten.“

 

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