GeilenkirchenKreis Heinsberg

Künstler Herbert Aretz: „Architektur ist auch Kunst“

Von Philip Rummler

Die Faszination für das Zeichnen kam bei Herbert Aretz früh auf. Schon als Jugendlicher hat der Geilenkirchener Künstler gerne gemalt. Sein Hobby hat er danach so gesehen zum Beruf gemacht, an der RWTH in Aachen Architektur studiert und dann beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW gearbeitet. „Architektur ist ja auch irgendwie Kunst“, erzählt Aretz und erinnert sich an die vergangenen Jahre. „Später war ich allerdings mehr im administrativen Bereich tätig und hab den Bezug zu meiner Leidenschaft irgendwie verloren.“

Schwerpunkt auf Aquarell

Nach seinem Ruhestand war die Sache für ihn klar: Er will sich wieder mehr der Kunst widmen. Sein Schwerpunkt liegt allerdings immer noch auf Gebäuden, Städten und Industrielandschaften, in dieser Hinsicht hat sich nichts geändert. „Der Bauhaus-Stil der 1920er Jahre prägt mich wohl am meisten“, meint Herbert Aretz. „Meine Kunst ist wenig abstrakt. Natürlich muss man aber auch mit der Zeit gehen und die heutigen künstlerischen Strömungen in seine Werke einfließen lassen.“ Momentan befasst er sich hauptsächlich mit der Aquarell-Zeichung. Die Endgültigkeit dieser Form des Malens fasziniert den ehemaligen Architekten aus Geilenkirchen: „Man muss alles gut im Voraus planen. Wenn es einmal auf der Leinwand ist, ist es nicht mehr korrigierbar wie zum Beispiel bei der Acrylmalerei.“ Die präzise Planung, eine Einstellung die Aretz sicherlich noch aus seiner beruflichen Zeit mit sich führt.

Reisen rund um die Welt

Wichtig ist für den Künstler außerdem, dass er nur Dinge zeichnet, die er auch selbst mit eigenen Augen gesehen hat. Dazu reist er viel. Zusammen mit seiner Frau hat er schon viele Orte in Asien und Amerika erkundet, sie gemalt und die Bilder wie eine Art Katalog als Reiseerinnerungen gebunden. „Dazu mache ich mir schon vor Ort Vorskizzen oder mache Fotografien“, erzählt der Geilenkirchener. „Die eigentlichen Bilder male ich dann, wenn wir wieder zu Hause sind.“
Herbert Aretz ist Mitglied in dem Künstlerverein KULTURgut und stellt seine Kunstwerke regelmäßig auf Ausstellungen in der Region aus, die er dort auch verkauft. Auf die Frage wie man Kunst im Kreis Heinsberg attraktiver machen kann und sie mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, hat er eine klare Antwort: „Wir müssen überregionale Künstler hinzu holen. Große Namen, die alle Interessierten in die Ausstellungen locken. Dazu muss man aber natürlich erstmal an Sponsoren herangehen, die das Ganze auch bewerben und finanzieren.“ Von der Stadt Geilenkirchen fühlt der Künstler sich gut unterstützt, der Rahmen den sie den regionalen Kunstschaffenden biete sei sehr gut.

Unterstützung für ansässige Künstler

Insgesamt sieht Herbert Aretz seinen Kreis auf dem richtigen Weg den Künstlern genug Raum zu geben: „Man macht das ja nicht nur für sich selbst. Man ist schon bestrebt seine Werke auch zu zeigen“

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