Kommentar

Kollektivierungs-Kevin und Vielehe

Die politischen Entscheidungen und Zwischenrufe dieser Wochen sind schwer nachzuvollziehen und zu verstehen. Die Politiker überbieten sich mit schlagzeilenträchtigen Ausrufen. Das kann nicht nur daran liegen, dass 2019 ein Jahr mit vielen Wahlen ist oder in wenigen Wochen Europawahlen stattfinden. Welchen Weg wollen wir gehen, fragt sich der Wähler und schüttelt den Kopf.

Beginnen wir mit Kollektivierungs-Kevin. Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert hat es geschafft mit seinen Sozialismus- und Enteignungs-Ideen Schlagzeilen zu machen. Zwar kann man von einem Juso-Vorsitzenden solche Ideen erwarten (in den 70er Jahren wollten die Jusos die Schlüsselindustrien verstaatlichen), doch entsetzt muss man eher sein, wie viel Interessen viele Medien und Journalisten in Deutschland an diesen wirren Phantasien haben und wie viel Sympathien dort Enteignungsphantasien für Unternehmer und Wohnungsbesitzer genießen.

Vulgärmarxistische Sätze wie „Es sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt“ und „Ohne eine Form der Kollektivierung ist eine Überwindung des Kapitalismus überhaupt nicht denkbar“, fallen auf einen interessierten Boden. Und das macht mehr Angst als die Aussage eines Juso-Vorsitzenden, der nur einen guten Platz vorne auf der Landesliste anstrebt.

Gleichzeitig kommt Justizministerin Katarina Barley von der SPD an die Mikrophone und will das Ausländer, die in Vielehe leben, deutsche Staatsbürger werden können. Damit torpediert sie den Koalitionspartner CDU, der das Gegenteil will. Verständlich, denn so dürfte auch die Mehrzahl der deutschen Wähler denken.

Die Vielehe diskriminiert Frauen. In Gesellschaften, in denen solche Ehen erlaubt und möglich sind, zählt die Frau deutlich weniger als der Mann. Barley glaubt anscheinend, dass Vielehe eine Modeerscheinung ist, denen die neue hippe SPD nicht ablehnend gegenüberstehen darf. Sie vergisst aber, dass die Vielehe nichts anderes als massive Unterdrückung ist. Als Justizminsterin sollte sie eigentlich genau das in Deutschland verhindern.

Ihnen eine angenehme Woche
Ihr
Reinhold Haimüller

Ein Gedanke zu „Kollektivierungs-Kevin und Vielehe

  1. Sehr geehrter Herr Haimüller,
    vielen Dank für Ihre sehr deutlichen und in heutigen Zeiten mutigen Worte.
    Bezüglich der Vielehe haben Sie aber einen entscheidenden Punkt ausgelassen. Die gesetzliche
    Lage. Eine Lektüre von § 172 StGB dürfte unsere Politiker daran erinnern, dass die Polygamie in
    Deutschland nicht gestattet ist. Eine Einbürgerung von Menschen, die zwar in einer der nicht
    verbotenen Geschlechtergemeinschaft leben, bei der nur der erste Partner als Ehepartner
    anerkannt wird, korreliert demnach mit dem Gesetz. Hinzukommt der kulturelle Hintergrund.
    Im Islam ist eindeutig geregelt, dass Männer nur so viele Frauen „ehelichen“ dürfen, wie sie
    diese samt daraus hervorgehenden Kindern auch ernähren können. Durch die allumfassende
    Alimentierung zu Lasten des Steuerzahlers wird diese Regelung ad absurdum geführt. ( Kein
    Wunder, dass ich immer mehr Männer mit ihren Frauen und Kindern hierher auf den Weg
    machen, um den hiesigen Bürgern der Lebensstil zur Last gelegt wird). Fazit: Es kann und darf
    nicht sein, dass Muslimen mit der deutschen Staatsbürgerschaft auch das Recht auf Polygamie
    (durch die Hintertür) zugesprochen wird, während ansonsten die Monogamie Gesetz ist.

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