Kommentar

Kalenderwoche 51

Immer öfter wird man das Gefühl nicht los, etliche Kräfte arbeiten daran, dass Deutschland deindustrialisiert wird. Das aktuellste Beispiel dafür bieten jetzt die EU-Entscheider. Dort nämlich haben sich EU-Parlament und Mitgliedsstaaten auf neue Kohlendioxidgrenzwerte für Pkw geeinigt.

Man muss den Kopf schütteln. Denn wer bisher geglaubt hatte, mit dem eigenen Benziner prima raus zu sein und mit Mitleid auf die Dieselbesitzer schaute, der muss jetzt wohl auch umdenken.

Denn plötzlich gelten die überzogenen Grenzwerte nicht mehr nur für den Diesel. Bis zum Jahr 2030 soll der Kohlendioxidausstoß von Pkw-Motoren um 37,5 Prozent verringert werden, beschloss man. Bis 2025 gilt ein Reduktionsziel von 15 Prozent.

Damit rollt der Benziner jetzt dahin, wo der Diesel schon steht: in eine Einbahnstraße ohne Wendemöglichkeit und Parkplatz. Kurz: in die Falle.

Von der EU festgesetzt wurde ein hanebüchen strenger Wert, obwohl man weiß, dass bereits die gegenwärtigen Grenzwerte nur mit Mühen zu erreichen sind.

Glauben die EU-Entscheider tatsächlich, dass Elektromobilität nicht zu Emissionen führt? Sie verlagert diese in Wirklichkeit nur zu den Kraftwerken.

Betrachtet man gleichzeitig das Holzen des Vereins Deutsche Umwelthilfe, das auch noch die Zustimmung verschiedener Richter bekommt, sieht, dass der Verein jetzt eine Tempobegrenzung auf Autobahnen durchsetzen und weitere Fahrverbote erzwingen will, und hört zugleich das oft realitätsferne Geschwafel grün angehauchter Politiker, dann fragt man sich: Wie weit soll die deutsche Deindustrialisierung noch getrieben werden?

Für die Zukunft nur auf Elektroantrieb zusetzen wäre ein Fehler. Je nach Nutzungssituation werden wir in ländlichen Räumen auch weiterhin Diesel- und Benzinmotoren dringend brauchen. Der EU-Feldzug gegen diese Motoren, wie die ganze Deindustrialisierungskampagne, ist übertrieben und unvernünftig.

Ihnen angenehme und besinnliche Festtage

Ihr
Reinhold Haimüller

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