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Jetzt bewerben für das Freiwillige Soziale Jahr in der Lebenshilfe Heinsberg

In den Lebenshilfe Werkstätten geht es betriebsam zu. Im Betrieb 3 in Heinsberg wird k-lumet in Kartons verpackt. Die kleinen Grill- und Kaminanzünder bestehen aus wachsgetränkten Holzspänen, die mit einem Docht in der Mitte von einer schmalen Papierrolle zusammengehalten werden.  

Menschen mit Behinderung erhalten in den Werkstätten der Lebenshilfe einen Arbeitsplatz und vielfältige berufliche Fördermöglichkeiten. Etwa in der Elektromontage, Schreinerei, Industriemontage, Landschaftspflege oder Metallverarbeitung werden Auftragsarbeiten für Unternehmen durchgeführt. Neben dem Fachpersonal setzt die Lebenshilfe auch auf freiwillig Engagierte: Rund 65 junge Menschen absolvieren ein freiwilliges Soziales Jahr in den Einrichtungen der Lebenshilfe – in den Kindertages- Wohn- oder Werkstätten.

Timo Ohlenforst (20) ist einer der FSJ‘ler in den Lebenshilfe Werkstätten. Er ist seit 1. Februar bei der Lebenshilfe. „Vorher hatte ich eine Ausbildung angefangen. Ich fühlte mich dort nicht wohl, habe die Stelle aufgegeben.“ Er wolle lieber etwas mit Menschen machen, hat Timo einem Freund, der bereits bei der Lebenshilfe arbeitet, erzählt. Sein Freund empfahl ihm, sich bei der Lebenshilfe zu melden.

Timo macht das Freiwillige Soziale Jahr Spaß

„Meine beste Entscheidung überhaupt“, sagt Timo, der in den Werkstätten zunächst ein Praktikum absolvierte. Timo fand nicht nur Spaß an dem, was er macht. Er entdeckte mehr. Nämlich sein Berufsziel. Am 1. August beginnt er einer Ausbildung als Heilerziehungspfleger. Danach will er studieren. “Soziale Arbeit“ wird das Studienfach lauten. Zurzeit begleitet Timo im Förderbereich der Werkstätten Menschen mit einer schweren Behinderung. „In meiner Gruppe unterstütze ich bei der Strukturierung des Tagesablaufes, motiviere und begleite die Mitarbeiter in Arbeits- und Ruhephasen und übernehme auch Pflege und unterstützte bei Nahrungsaufnahme.“ Was muss man mitbringen, wenn man einen Job wie Timo machen will? „Die Offenheit auf Menschen zuzugehen“, sagt er. 

Auch die 22-Jährige Meryem Bendahou absolviert zurzeit ihr freiwilliges Soziales Jahr in den Werkstätten der Lebenshilfe. „Nach der Schule habe ich in den verschiedensten Betrieben gearbeitet“, sagt sie. Etwas, das sie zufrieden stellt habe sie dabei nicht gefunden. Durch den Tipp einer Freundin kam sie zur Lebenshilfe. „Zunächst habe ich ein vierwöchiges Praktikum geleistet.“ Das habe ihr Spaß macht. Die Zeit bis zu ihrer Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin ab 1.August überbrückt Meryem Bendahou mit dem FSJ und stellt fest: „Ich habe den Beruf gefunden, der mir Spaß macht und mich ausfüllt.“

Meryem Bendahou absolviert zurzeit ihr freiwilliges Soziales Jahr in den Werkstätten der Lebenshilf

Timo und Meryem sind nur zwei der aktuell 65 FSJ‘ler, die Trudy Steffens begleitet. Sie ist Betriebsstättenleiterin Pädagogik im Betrieb 3 in Heinsberg an der Borsigstraße. FJSler mit einem Lebensweg wie die beiden kennt sie einige. „Viele junge Menschen, die in der Lebenshilfe ein FSJ ableisten, entscheiden sich später für eine pädagogische Ausbildung. Denn während ihrer Zeit in der Lebenshilfe entdecken viele junge Menschen erstmals ihre beruflichen Talente.“

Trudy Steffens plant gemeinsam mit den FSJlern ihren Tagesablauf, ihre Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte. Zu einem FSJ, das 6- 12- oder 18 Monate dauern kann, gehören auch Bildungsveranstaltungen außerhalb der Lebenshilfe. Meist in Jugendherbergen trifft man sich mit anderen FSJlern, kann sich austauschen, lernen und weiterbilden. Timo und Meryem jedenfalls schwärmen nahezu von diesen Seminaren. So, wie auch von ihrer Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Rund 350 Euro plus Fahrkosten gibt es dafür im Monat, inklusive Sozialversicherung und Anspruch auf Urlaub.

Wenn Sie ebenfalls Interesse an einem Freiwilligen Sozialen Jahr bei der Lebenshilfe Heinsberg haben, können Sie sich mit Martina Cüppers (Tel.: 0 24 52 969 – 236) in Verbindung setzen und sich informieren. Mehr Infos unter www.lebenshilfe-heinsberg.de

 

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