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ITB Special: Das stellten die Niederrhein Tourismus- Mitglieder in Berlin vor

Kreis Viersen

Unter einer Marke segeln – Der neue Niederrhein-Slogan steht für Wirtschaftsunternehmen offen

Dabei steht auch der neue Niederrhein-Slogan „So gut. So weit.“ im Mittelpunkt. „Es ist gut, dass Niederrhein Tourismus den Markenprozess für die Region im letzten Jahr durchgeführt hat“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen, Gesellschafter von Niederrhein Tourismus.

So wird sich künftig auch der Grefrather EisSport & EventPark unter der Marke Niederrhein präsentieren, eine der größten Eislaufanlagen in ganz Deutschland. Der Geschäftsführer des Grefrather EisSport & EventParks, Bernd Schoenmackers, ist Markenbotschafter für den Niederrhein und wird die Regionalmarke „Niederrhein“ in seinem Unternehmen sichtbar umsetzen. Auch der Golf-Club Haus Bey in Nettetal hat bereits großes Interesse bekundet, die Marke als Qualitätssiegel zu nutzen.

Tourismus ist ein starker Wirtschaftsfaktor, betont Dr. Coenen. Er ist auch Motor für andere Branchen, beispielsweise den Einzelhandel, der von der hohen Zahl der Tagestouristen profitiert. Der Tourismus schafft aber auch Infrastruktur und ein positives Image. „Das wird mit der Marke noch verstärkt“, so Dr. Coenen: „Wir wollen die Unternehmen dafür begeistern, unter einer Marke zu segeln und die Region zu stärken.“

Den Niederrhein als Urlaubsregion bekannt zu machen und die Region gemeinsam präsentieren: Das sind die Ziele der Kreise Heinsberg, Kleve, Viersen und Wesel.
Sie haben sich zur Niederrhein Tourismus GmbH zusammengeschlossen.

 

Kreis Kleve

„Willkommen in der Fahrrad-Region Kreis Kleve.“ So lautet seit langem schon der Lockruf des Kreis Kleve an alle jene, die ihre Freizeit gerne im Fahrradsattel und auf naturnahen Radwanderwegen beim Wechselspiel von Schlössern und Burgen, auf kilometerlangen Deich-Routen und zwischen einladenden Cafés landwirtschaftlicher Prägung verbringen wollen. Und so schnell die Zielgruppe in den letzten Jahren gewachsen ist, so deutlich haben sich auch die Wünsche der Fahrradfreunde entwickelt. Der größte: Wir hoffen auf ein Knotenpunkt-Netz, das die schönsten Radrouten im Kreisgebiet miteinander verbindet, die Anbindungen in Ziffern festhält und damit das Orientieren und Fahren nach Zahlen möglich macht. Dieser Wunsch ist jetzt Realität:

Wolfgang Spreen, der Landrat des Kreis Kleve, stellte nun auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin (ITB) das neue Knotenpunktsystem vor Journalisten vor, lieferte der Öffentlichkeit das erste von insgesamt 159 Schildern und überraschte mit einem kleinen Gastgeschenk für die Anwesenden: In jeder Pressemappe lag die jüngste, druckfrische Radwanderkarte für den Kreis Kleve. Und neben dem Titelmotiv des Museum Schloss Moyland steht auf der wetterfesten Karte zu lesen: „Jetzt neu mit Knotenpunkt-Netz – GPS-Tracks zum Download“.

„Das neue Knotenpunktsystem wird ganz sicher von unseren Mitbürgern, aber auch von unseren Gästen als überzeugende Bereicherung empfunden“, so Landrat Spreen im Rahmen der Pressekonferenz, die seitens der Niederrhein Tourismus GmbH in Berlin zum Auftakt der ITB stattfand. 450.000 Euro kostet das fahrradfreundliche Unterfangen, für das eine Landesförderung von 70 Prozent zugesagt ist. „Willkommen in Ihrer Radregion“ leuchtet es den Radlern von jedem Schild entgegen. Und gegenüber dem Kreis-Logo wird dann der Standort in weißen Ziffern auf rotem Grund angeboten, der sich wie selbstverständlich im Kern der Karte wiederfindet. Insgesamt 100 mal 76 Zentimeter groß ist jede der 159 Tafeln, die mit speziell angefertigten Rohrrahmen anwenderfreundlich platziert werden und über ein Streckennetz von 1.000 Kilometern reichen.

„Wir sind immer wieder – und da schließe ich gerne unsere für den Tourismus in der Region engagierte Kreis-Wirtschaftsförderung ein – von der stattlichen Länge unserer radtouristischen Angebote überrascht“, so Spreen mit Blick auf diese 1.000 Kilometer, die dann eben jene Sicht freigeben auf Ziele wie die Schwanenburg in Kleve, das Schloss Moyland in Bedburg-Hau, die Rheinpromenaden in Emmerich am Rhein und Rees, die historischen Stadtbilder von Kalkar, Wachtendonk und Wallfahrtsstadt Kevelaer und die Silhouetten von Gemeinden und Dörfern, die für das Kreisgebiet stehen wie die touristischen Leuchttürme selbst.

 

Insbesondere die Verweildauer von derzeit 2,1 Nächten im Schnitt soll das neue Knotenpunktsystem steigern helfen. So jedenfalls der Landrat, der sich mit Vollendung des Knotenpunktsystems auch über den engen Schulterschluss zu den Niederländern freut. Diese nämlich ergänzen das Knotenpunkt-Netz auf ihre Weise.

Sie sind farbenfroh, zeigen ebenso die von Wilhelm Schlote, dem wohl bekanntesten Plakatkünstler Deutschlands gezeichneten kleinen Radfahrer wie auch die neue Marke „Niederrhein – So gut. So weit.“, die erst vor wenigen Tagen seitens der Niederrhein Tourismus GmbH der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Überzeugend leuchtet das Logo des Kreis Kleve in saftigem Grün auf dem kleinen Streifen Papier, der ab sofort auf seinen Einsatz als Lenkerkarte auf niederrheinischen Fahrrädern wartet. 

„Wir möchten mit der Fertigstellung unseres Knotenpunktsystems zeitgleich auch das Fahren nach Zahlen bewerben“, äußerte sich Landrat Wolfgang Spreen vor Journalisten am Rande der Internationalen Tourismusbörse in Berlin.  Zeitgleich zeigte er die ersten kleinen Lenkerkarten, die Platz für die zu fahrenden Routen nach Ziffern bieten und kleinen Schleifen ähnlich zusammengesteckt werden. „Ein Kinderspiel“ wie Spreen es formulierte. 

Gleich 20.000 Mal wurden die bunten Streifen gedruckt, 16.000 davon gehen in 1.000er Gebinden in die 16 Städte und Gemeinden des Kreisgebietes, 4.000 werden von der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve an die Interessierten auf Reisemessen und Fahrradbörsen verschenkt, über den Counter am Airport in Weeze angeboten oder über die Theke an der Hoffmannallee 55 gereicht. Fest steht: Die Knotenpunkt-Routen können kommen, die Region ist gerüstet.  

 

Kreis Wesel

Die Möglichkeit „Radeln nach Zahlen“ bietet besonders Touristen aber auch den heimischen Bürgerinnen und Bürgern eine einfache Orientierung. Die Planung schließt sich nahtlos an die Knotenpunktsysteme der Kreise Kleve, Viersen und des Ruhrgebiets an. Darüber hinaus haben bereits in NRW die Rad-Region Rheinland und der Kreis Heinsberg das Knotenpunktsystem eingeführt. Das Münsterland hat sich ebenfalls für das System ausgesprochen und beabsichtigt, dieses zur Radsaison 2021 einzuführen.

Im Kreis Wesel werden dazu 132 Knotenpunkte installiert. Jeder Knotenpunkt ist mit einer Nummer und einer Infotafel versehen. Höchste Flexibilität und Qualität ermöglicht das Knotenpunktsystem auf über 570 km. Es ermöglicht außerdem die Routenplanung. Basierend auf dem Knotenpunktsystem wird die bisher sehr erfolgreiche und stark nachgefragte Radbroschüre für den Kreis Wesel „Radfahren am Niederrhein – 10 Top-Touren im Kreis Wesel“ in diesem Jahr überarbeitet und neu aufgelegt. Die bisherige Broschüre, die in der 5. Auflage vorliegt und auf den alljährlichen Radtouren mit dem Landrat basiert, wird in diesem Rahmen aktualisiert und um weitere Routen ergänzt. „Das Knotenpunktsystem liefert eine hervorragende Grundlage, die den wachsenden Anforderungen der Radtouristen Rechnung trägt“, betont Dr. Ansgar Müller, Landrat des Kreises Wesel. Des Weiteren bietet das neue Beschilderungssystem enormes Potential, neue Angebote in Zusammenarbeit mit der Dachgesellschaft Niederrhein Tourismus zu kreieren. Somit wird die neue Dachmarke gestärkt und im Markt positioniert.
Zusätzlich können die Routen über die Onlineplattform „Outdoor Active“ vermarktet werden.

„Ein niederrheinweites Radtouristisches-Knotenpunktsystem ist im Hinblick auf die touristische Kernkompetenz ‚Radfahren‘ für das Gebiet von Niederrhein Tourismus und für den Kreis Wesel von erheblicher Bedeutung. Ich freue mich daher, dass der Kreis Wesel damit gemeinsam mit den Kreisen Viersen, Kleve und Heinsberg eine Beschilderung für die touristischen Radwege erhält, die den hohen Ansprüchen der heutigen Radtouristen Rechnung trägt“, so Dr. Müller.

Finanziert wird das Projekt zu 80 % aus Fördermitteln des Landes sowie durch Eigenbeteiligung der Städte und Gemeinden des Kreises. Koordiniert wird das Vorhaben von der EntwicklungsAgentur Wirtschaft des Kreises.

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