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Hückelhoven: Wie wird der nächste Haldenzauber?

Das außergewöhnliche Lichterspektakel „Haldenzauber“ ist jetzt Geschichte. Während auf der Millicher Halde in Hückelhoven die Objekte eingepackt werden, fragte HS-WOCHE Redaktionsleiter Ulrich Kronenberg den Hückelhovener Stadtmarketingchef Carsten Forg nach seiner Bewertung der Veranstaltung, nach Kritikpunkten und Plänen für den nächsten Haldenzauber.

Sonntag war der letzte Tag des Haldenzaubers. Wie zufrieden sind Sie mit dieser, der 2. Saison?
Forg: Wir sind wirklich sehr zufrieden mit der 2. Auflage des Haldenzauber. Viele Besucher kamen von weit her, um unseren schönen Lichter-Park in Hückelhoven zu erleben. Das Interesse daran ist im Vergleich zum Vorjahr noch gewachsen und es macht uns natürlich stolz, dass der Bekanntheitsgrad im zweiten Jahr schon so groß ist. Aber auch sehr viele Besucher aus dem Vorjahr konnten wir wieder auf der Halde begrüßen.

Stadtmarketingchef Carsten Forg

Gab es ein finanzielles Plus?
Forg: Im Moment können wir noch keine verlässlichen Zahlen nennen, da wir noch nicht alle Abrechnungen sowie die finalen Zahlen der Abendkasse und aus dem Vorverkauf haben. Da wir aber im ersten Jahr bereits die schwarze Null geschafft haben, gehe ich davon aus, dass wir in diesem Jahr zumindest ein kleine Plus verbuchen können. Dazu muss unser Veranstaltungspartner MK Illumination aus Innsbruck aber noch einmal alles ganz genau ausrechnen. Die Stadt hat wie im Vorjahr ihren Beitrag mit Leistungen des Bauhofs eingebracht. Diesem Team gilt unser allergrößter Dank. Was die Truppe vor und während des Veranstaltungszeitraums da oben geleistet hat ist wirklich unvorstellbar. Und das auch noch mit viel Herzblut und auch am Wochenende und den Feiertagen. Zunächst liegt die Priorität jetzt einmal auf dem Abbau, damit wir die Halde und die beliebte Treppe schnellstmöglich wieder frei eben können.

Viele Besucher kamen von auswärts. Gibt es fürs nächste Mal da Überlegungen für eine Art Parkleitsystem?
Forg: Für die Halde selbst gibt es keinen Parkplatz. Viele Besucher nutzen die frei verfügbaren Parkplätze beispielsweise an der Rheinstraße oder am Hückelhoven Center. Wir haben im Laufe der Veranstaltung die Park-Hinweise auf unserer Homepage weiter aktualisiert, damit auch die auswärtigen Besucher die kostenlosen Parkplätze im Stadtgebiet besser finden.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Busshuttle, der ja kräftig genutzt wurde? Gibt es da Überlegungen, auch eine Haltestelle am Park & Ride Platz in der Innenstadt einzurichten?
Forg: Wir müssen uns in den nächsten Wochen mit allen Beteiligten an einen Tisch setzen und auch diesmal werden die Erfahrungen aus dem Vorjahr genutzt, um für die kommende Veranstaltung weiter Verbesserungen für den Ablauf und für die Besucher umzusetzen. In der Innenstadt läuft während des Haldenzauber das Weihnachtsgeschäft auf Hochtouren. Da haben wir alleine schon von der Verkehrssituation keine Kapazitäten, um einen Busshuttle anzubieten. Grundsätzlich waren wir in diesem Jahr aber sehr zufrieden mit dem Shuttle. Durch die erstmalig eingesetzten großen Linienbusse konnten wir die Zielgruppe mit Rollatoren, Rollstühlen und Kinderwagen deutlich schneller nach oben befördern als im Vorjahr. Natürlich wurden hier bei großem Andrang auch die Kapazitätsgrenzen erreicht, so dass es zu Wartezeiten gekommen ist.


Deshalb hatten wir in der letzten Veranstaltungswoche einen 3. Bus im Einsatz, um die vorgeschriebenen Pausenzeiten der Busfahrer auszugleichen und dafür zu sorgen, dass immer mindestens zwei Busse durchgehend unterwegs sind. Auch dies hat sich bewährt. Letztlich lernen wir alle mit jedem Veranstaltungstag dazu, hören uns die Kritikpunkte der Besucher mit offenen Ohren an und arbeiten täglich daran, den Haldenzauber noch besser zu machen.

Die nächste Runde Haldenzauber ist ja bereits fix. Das Motto des Stadtmarketings lautet zwar „immer anders“, aber gibt es eventuell Überlegungen den Haldenzauber auch danach fortzuführen, also dauerhaft zu etablieren?
Forg: Zunächst haben wir zusammen mit MK Illumination den Haldenzauber auf drei Jahre festgelegt. Jetzt nach der zweiten Veranstaltung können wir aber schon sagen, dass das Interesse am Haldenzauber sehr groß ist und dass wir vor allem mit unserem Alleinstellungsmerkmal, eine Halde zu illuminieren und in Szene zu setzen, einen Nerv bei den Besuchern getroffen haben. Es ist und bleibt ein einzigartiges Erlebnis, sich vorzugsweise über die Himmelstreppe die Halde zu erobern und zu erleben.

Dieses Konzept begeistert nicht nur unserer jüngsten Besucher, sondern vor allem auch die zahlreichen älteren Besucher, die sich bei Wind und Wetter auf den Weg machen, um den Haldenzauber zu erleben. Stand jetzt ist es durchaus denkbar, dass wir auch eine vierte und fünfte Auflage des Haldenzauber erleben werden, aber auch dafür müssen zunächst viele Gespräche geführt und Bilanz gezogen werden. Der Zukunftsforscher Andreas Reiter aus Wien hatte vielleicht gar nicht Unrecht, als er uns schon Ende 2018 vor der ersten Veranstaltung bescheinigte, dass der Haldenzauber das Zeug hat, eine Ikone zu werden. Daran arbeiten wir. Und selbstverständlich dürfen sich die Besucher auch beim kommenden Haldenzauber wieder auf viele Neuerungen, neue Lichtobjekte und weitere Überraschungen freuen, denn auch der Haldenzauber bleibt „immer anders“.

 

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