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Hückelhoven – diese Stadt ist weiterhin im Aufwind

Bürgermeister Bernd Jansen kann für Hückelhoven regelmäßig neue Erfolgsmeldungen verbreiten. Ein glückliches Händchen hat man in Hückelhoven bei der Installation neuer Veranstaltungen (z.B. SommerMusik Schacht 3 und Haldenzauber) genauso wie bei Neuansiedlungen von Unternehmen.

Bürgermeister Jansen konnte jetzt neue Coups für die Stadt verkünden.

Die Firma Lidl wird auf der Erweiterungsfläche des Industriepark Rurtal angesiedelt. Die Neubauten der 60 Millionen -Investition sollen auf der Fläche zwischen der alten Landstraße 117, der ehemaligen Kohlenwäsche und dem Logistikzentrum von Rhenus auf  143.000 Quadratmetern entstehe. Hier wird eine neue Regionalniederlassung errichtet, von der aus rund 100 Filialen im Westen von NRW betreut werden. Die Bereiche Vertrieb bis Mitarbeiterbetreuung werden dann aus Hückelhoven gelenkt. Angegliedert ist ein Logistikzentrum für Lebensmittelhandel. Es geht um insgesamt 280 neue Arbeitsplätze; 80 davon sollen zur Verwaltung  gehören. Der Baubeginn soll abhängen von der Fertigstellung der neuen Umgehungsstraße L117n, da das Logistikzentrum auf eine gute Anbindung für Lkw angewiesen ist. Bei der L117n sind die Bauarbeiten im vollem Gange. Als nächsten stehen die Brückenbauwerke an

Und auch die Post hat was in Hückelhoven vor: Die Deutsche Post baut ein neues Verteilzentrum für Hückelhoven und Wassenberg, quasi auf der Stadtgrenze, im Industriepark Rurtal auf 10.000 qm Fläche. Der Grundstücksvertrag wurde gerade unterschrieben.

Begehrt ist Hückelhoven auch bei Unternehmen aus dem Kreis Heinsberg. So wird das 3-H Camping-Center wird seinen Standort von Heinsberg nach Hückelhoven verlagern. Die Familie Heinrichs hat an der Jacobastraße in Schaufenberg dafür von der Stadt ein 15.200 qm großes Grundstück erworben und wird dort auch für die Stadt einen Wohnmobilstellplatz mit 14 Stellplätzen betreiben.

Für heiße Tage interessant wird ein Projekt am Badesee Kapbusch beginnen. Dort wird Investor Christoph Zumfeld  gemeinsam mit der Stadt das Projekt „Aloha Beach“  wachsen lassen.

Auch Wohnraum soll neuer entstehen. Über die Neubaugebiete „Haller Acker“ in Ratheim, „Schwarzer Weg“ in Brachelen, „Schmiedegasse“ in Hückelhoven, „Stephanusstraße“ in Kleingladbach und „Zum Feldchen“ in Hilfarth  sollen 300 neue Baugrundstücke angeboten werden.

 

 

 

Ein Gedanke zu „Hückelhoven – diese Stadt ist weiterhin im Aufwind

  1. Wieder haben die Stadtväter Erfolge zu verkünden und das natürlich besonders im Jahr der Kommunalwahlen. Ich will diese Leistung nicht schmälern, aber es ist wie meistens in der Politik nur die halbe Wahrheit.
    Nun könnte man ja Mumm beweisen und auch die Nachteile nennen. Darüber wird gern geschwiegen, denn das bringt keine Wählerstimmen. Seit Jahren liegen der Hauptanteil bei der Arbeitsplatzbeschaffung im Bereich der Logistik. Das bedeutet eine erhebliche Zunahme an Fahrzeugen, im Schwerpunkt LKWs. Zusätzliche Klima -und CO2 Belastungen sollen hierbei ausnahmsweise mal nicht direkt das Thema sein, sind aber nicht zu vernachlässigen.
    Klar ist, wenn sich u. a. Lidl und DHL/Post in Hückelhoven ansiedeln, werden nicht weniger LKWs durch die Stadt und deren Ortsteile fahren. Nur sollte für die Zunahme an Fahrzeugen endlich einmal eine sinnvolle, durchdachte und angepasste Infrastruktur geschaffen werden, um die Belastungen der Anwohner erträglich zu gestalten.
    Die Lkws werden nicht alle zwangsläufig nur die A46 nutzen und diese über die L117n anfahren. Die Firmen werden schon allein aus wirtschaftlichen Gründen (Maut) die Autobahn nur im Rahmen des Notwendigen nutzen, zudem werden nicht alle Richtungen bedient. Der einzige Vorteil, den die neue Umgehung bringt ist, dass die Ortsteile Ratheim und Millich entlastet werden. Die L117n endet aber im Zentrum von Hückelhoven – Am Landabsatz / Roermonder Straße. Wie geht es Richtung Osten weiter? Anwohner der Jülicher Straße / Hilfarther Straße werden es deutlich merken. Die Anwohner im weiteren Verlauf der L117 in Doveren und Baal werden schon heute täglich durch den übermäßigen LKW-Verkehr des Gewerbegebiets Baal stark belastet. Ein weiterer Anstieg ist unzumutbar. Wurden in den Ortsteilen die Emissionswerte schon einmal ermittelt? Damals war man seitens des Landes NRW nicht in der Lage das Gebiet in Baal an eine verbesserte Infrastruktur anzuschließen. Es zählten neue Arbeitsplätze. Schnell und das am besten zum Nulltarif. QVC hatte damals dem Land 22 Millionen Euro gezahlt. Wofür? Baal und Doveren müssen es überwiegend ausbaden. Die Stadt Hückelhoven hat es bis heute, also nach ca. 17 Jahren, nicht geschafft in Verbindung mit dem Land NRW diesen Mangel abzustellen.
    Auch hat die Stadt bei der Planung der Ortsumgehung L364n mit dem Land NRW keine glückliche Hand bewiesen. Man kann nur hoffen, dass hier nicht Millionen an Steuergeldern für eine nur halb fertiggestellte Umgehung verschwendet werden.
    Der Slogan „Hückelhoven brummt, die Ortsteile verbrennen“, der auf einem Transparent an der L117 steht, trifft den Kern.
    Arbeitsplätze ja – aber zu welchem Preis?

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