Kommentar

Grüne Moraldikussionen sind ein Fehler

Nein, die Anführer der Linken haben aus DDR-Zeiten nichts hinzu gelernt. Diesen Eindruck bekommt man, wenn Linken-Chef Bernd Riexinger erklärt, dass alle Fluglinien vergesellschaftet gehören. Denn nur so könne der Staat Umweltschutz garantieren. Nichts gelernt hat der SED-Nachfolgepartei-Chef aus den Schicksalen der DDR-Staatsbetriebe. Insbesondere derjenigen, deren Areal noch heute verseucht sind.

Was eigentlich kommt noch an Enteignungsphantasien auf uns zu? Erst waren es Wohnungsunternehmen, dann BMW, jetzt die Airlines. Dass der Chef der Linken sich solchen Nonsens öffentlich vorzutragen traut, zeigt, wie unbelehrbar die Altlinke doch ist.

Diese Ideen zeigen aber auch, wie überdreht die CO2-Debatte ist. Natürlich bestreitet niemand ernsthaft, das die Menschheit das ihre zum Klimawandel beiträgt und jetzt auch etwas tun muss, damit die Erde lebenswert bleibt. Unternehmer, Ingenieure, Erfinder und Verbraucher sind gefordert daran zu arbeiten. Doch was wir in diesen Monaten erleben, ist das Entgleisen der Klimadebatte.

Inzwischen scheint sie zwischen spätsozialistischer Staatsgläubigkeit, Marktfeindlichkeit und grüner Moraldiskussion angekommen. Sie ist kurz vor dem Abgleiten in einen grünen Totalitarismus.

Wenn schon Kommentatoren im öffentlich-rechtliche Fernsehen davon philosophieren, dass Benzin und Flugreisen teurerer werden müssen, wir kein Fleisch mehr essen sollen, wenn Kommentatoren empfehlen, den Nachbarn zur Rede zu stellen, wenn er nicht auf den Klimaschutz achtet, dann sind wir auf dem Weg in eine Öko-Inquisition. Das alles ist gefährlich für unsere Demokratie. Und es wenig erstrebenswert. Statt Moraldiskussionen zu führen und Verbote zu planen, sollte man lieber mit kühlem Kopf die Probleme angehen.

Ihnen eine angenehme Woche
Ihr 
Reinhold Haimüller

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