Kommentar

Greta, Panik, Angst, Protest und Empörung

Erinnern Sie sich an diese Sätze? „Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt….denn euer Haus brennt!“ Es war Greta Thunberg, von der wir Anfang des Jahres diese Sätze hörten. Das war in Davos. Manch einer schmunzelte damals noch über die sich kindlich anhörenden Worte.

Doch inzwischen kann man diese Sätze als eines der wichtigsten Zitate des Jahres bezeichnen. Vermutlich werden sie in den Geschichtsbüchern stehen. Denn keine Marketingagentur hätte sich die Zusammenfassung des Zeitgeistes in wenigen markanten Worten besser ausdenken können.

Es scheint, als ob eine ganze Generation junger Menschen auf diese Worte als Startschuss für eine Bewegung gewartet hätten.

In Deutschland fielen diese Worte auf fruchtbaren Boden. Mehr als anderswo in Europa. Hier warteten Kinder aus dem gutsituierten Bürgertum auf diesen Aufbruch, der eine lang angestaute Spannung löste. Sie entlud sich in Protest, der eigentlich Empörung ist.

Inzwischen will er alles überrollen, was sich ihm in den Weg stellt. Eine Bewegung junger Menschen, die mit ihrer Empörung die Politik vor sich hertreiben – so wird 2019 in die Geschichtsbücher fließen.

Der Klimanotstand wird nicht nur in deutschen Städten ausgerufen, sogar das Europäische Parlament ruft einen Klimanotstand für die gesamte EU aus. Konkret passiert da erst mal nichts. Dem Klima hilft es nicht. Aber das Gewissen der Empörten scheint beruhigt. Aber um konkreten Klimaschutz geht es dabei sowieso nicht. Vielmehr will man mit Panik und Angst ein bestimmtes gesellschaftliches Klima schaffen.

Angst aber ist noch nie ein guter Ratgeber gewesen. Und so sind auch die politischen Entscheidungen der letzten Zeit in Panik entstanden. Panik als Resultat der Angst vor den Empörten. Diese Ideen und Entscheidungen gedeihen nicht im Klima des Rationalen, der Wissenschaft, sind nicht zu Ende gedacht und logisch. Sie reagieren, wie Greta Thunberg es sagte: „Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt…“

Ihnen eine angenehme Woche
Ihr
Reinhold Haimüller

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.