GeilenkirchenKreis Heinsberg

Geilenkirchen: Daniela Ritzerfeld möchte Georg Schmitz ablösen

Sie ist 48 Jahre alt, Mutter einer 12- und einer 16-jährigen Tochter, lebt in Immendorf und arbeitet als Dezernatsleiterin des Amtes für Gesundheit und Soziales des Kreises Heinsberg. Und: Daniela Ritzerfeld hat derzeit zwei wichtige Ziele. So will sie im ersten Schritt nach den Sommerferien zur gemeinsamen Bürgermeisterkandidatin von CDU, SPD, Bürgerliste und Grünen gekürt werden. Im Anschluss möchte sie dann die kommende Bürgermeisterin der Stadt Geilenkirchen werden, Georg Schmitz im Amt ablösen. Die ersten Teile ihres Weges dahin sind bereits geebnet: Die Parteivorstände von CDU, SPD, Grünen und Bürgerliste haben sich nach monatelangen Gesprächen auf Daniela Ritzerfeld geeinigt. Ihre Kandidatur muss nach den Sommerferien allerdings noch von den Mitgliederversammlungen der einzelnen Parteien bestätigt werden. „Mit dem bisherigen Rückhalt aus den Vorständen gilt es nun, mich bekannt zu machen“, so die 48-jährige. „Als Signal nach außen ist mir der Zusammenschluss der Parteien in diesem Fall übrigens sehr wichtig.“ Und laut der Parteichefs Dirk Kochs (CDU), Marko Banzet (SPD), Jürgen Benden (Grüne) und Helmut Gerads (Bürgerliste) unumgänglich! „Wir wollen die Stadt gemeinsam nach vorne bringen“, betonte Kochs dazu. Laut der vier Vorsitzenden sei es nur mit einer gemeinsamen Kandidatin möglich, den aktuellen Amtsinhaber abzulösen. Georg Schmitz Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad in der Bevölkerung sei zu groß. „Jetzt steht in den nächsten Monaten vor allem fairer und fachlicher Umgang im Vordergrund“, so dazu auch Jürgen Benden. „Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen. Gemeinsam kann uns das gelingen.“ Dass die bisherigen Gespräche dennoch nicht immer einfach waren, erklärte Dirk Kochs: „In der CDU mussten zwölf Ortsverbände mitgenommen werden. Hier haben wir die deutliche Frage gestellt, ob das richtige Parteibuch oder hohe Fachkompetenz wichtiger wären. Daniela Ritzerfeld überzeugt glücklicherweise durch letzteres.“ Dass es ein leichtes sein wird, von ihrer fachlichen Qualität zu überzeugen, bestätigt auch Helmut Gerads. „Dennoch ist der gemeinsame Weg sicherlich nicht immer einfach.“ So seien die Parteien in einigen Themen völlig unterschiedlicher Meinung. Beispielsweise in Sachen Kindergartenbeiträge oder Bürgerhallen. „Deshalb wird jede Partei ihren eigenen Wahlkampf führen“, erklärt dazu Marko Banzet. Daniela Ritzerfelds eigenes Konzept für die Kandidatur reift derweil. „Wichtig sind mir vor allem soziale Themen. Angefangen bei der Familienfreundlichkeit bis hin zur Belebung des Quartiergedankens.“ Ebenso möchte sie sich mit ihrem Standpunkt zum Thema „Digitalisierung“  bei den Parteien und Wählern vorstellen. „Bis zu den Versammlungen wird mein Programm stehen. Außerdem möchte ich wissen, welche Themen die Menschen hier derzeit bewegen.“

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