JülichKreis Düren

Außergewöhnliche Kunstwerke aus Frauenhand

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Reges und buntes Markttreiben wird beim 25. Kunsthandwerkerinnenmarkt am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Juni, von 11 bis 18 Uhr die Jülicher Innenstadt rund um den Schlossplatz beherrschen, der im Schatten der Zitadelle als historischer Kulisse ideale Rahmenbedingungen für bietet. Präsentiert wird nicht nur eine farbenfrohe Palette an schönen und nützlichen Dingen, sondern auch ein breit gefächertes und immer wieder neues Angebot.

Zum nunmehr 25. Mal werden an zwei Tagen über 30.000 Gäste in der Stadt erwartet, die sich an einer Vielfalt von kreativen Angeboten, hochwertigen Handarbeiten und ausgefallenen Gewerken erfreuen können – durch Schauen, Probieren, Stöbern, Schmecken und Schmücken, Riechen und Fühlen.

„Der Kunsthandwerkerinnenmarkt in Jülich bietet nun schon zum 25. Mal eine bunte Palette an schönen und nützlichen Dingen. Geschenkideen für sich und andere garantiert. Es gibt ausgefallene und hochwertige Produkte und dazu hautnahen Anschauungsunterricht. Die Veranstaltung ist eine Bereicherung für Jülich, Highlight des Jahres – und immer eine Reise wert“, so Bürgermeister Axel Fuchs.

Außergewöhnliche Gewerke sind das Markenzeichen des Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarktes. Wo sonst findet man auf einem einzigen Platz eine so vielfältige Demonstration ästhetisch ansprechender Produkte – allesamt handgearbeitete Objekte mit Unikatcharakter? Die Besucher verweilen gern am Stand der Glasbläserin, der Bürstenmacherin, einer Weidenflechterin, einer Drechslerin und lassen sich von der kreativen Schaffenskraft der Künstlerinnen aus vielen Bundesländern und dem benachbarten Ausland beeindrucken. Es wird gefragt und gestaunt, überzeugt und inspiriert. Der hautnahe Anschauungsunterricht sorgt für die einzigartige Atmosphäre. Nicht selten setzen die Künstlerinnen vor Ort die Wünsche der Besucher und Kunden kreativ um.

Die Ausstellerinnen lieben das außergewöhnliche Ambiente im Schatten der großen Bäume auf dem Schlossplatz vor historischer Kulisse in unmittelbarer Nähe zur Zitadelle. Einige von ihnen sind seit vielen Jahren dabei. Der Umgang ist herzlich und freundschaftlich zwischen den Künstlerinnen, den Besuchern und Organisatorinnen.

Wenn für zwei Tage der Schlossplatz mit Besuchern gefüllt ist und sich Ausstellerinnen und Besucher ganz der Marktatmosphäre hingeben können, hat ein bewährtes Organisations- und Helferteam rund um Julia Huneke seit Monaten viele Vorarbeiten geleistet. Die Zahl der Bewerberinnen wird jedes Jahr größer, aus denen rund 250 Frauen einen der begehrten Standplätze erhalten. Dabei gelingt es immer wieder, eine ausgewogene Mischung aus bewährten und neuen Gewerken, alten Techniken und modernen Trends zu präsentieren. Ist die Auswahl getroffen, gilt es die Standplätze einzuteilen, die Versorgung der Künstlerinnen mit Strom und Wasser zu organisieren, ebenso die kulinarische Verköstigung und musikalische Unterhaltung der Besucher. Plakate müssen kreiert, gedruckt und verteilt werden, die Medienkampagne gestartet, zahlreiche Helfer gefunden, Straßensperren beantragt, Sanitäts- und Sicherheitsdienste beauftragt werden und vieles mehr.

Wenn am Vorabend und frühen Morgen des ersten Veranstaltungstages über 200 Fahrzeuge gen Schlossplatz fahren, ist logistische Rangierkunst und ein nervenstarkes Helferteam als Platzanweiser vonnöten. Doch wenn um 11 Uhr der offizielle Startschuss fällt, ist von all der Hektik nichts mehr zu spüren. Die Besucher wandeln entlang der Wege längs und quer über den Schlossplatz, an denen sich Stände um Stände reihen, tauchen ein in die Welt der Kunst von edel bis exzentrisch, die sich durch Originalität, Qualität und ausgefallene Kreativität auszeichnet. Ob Kunstwerke aus Beton und Glas, Bilder aus Blüten, Accessoires aus Birkenrinde, Walkmode aus eigener Schafhaltung, Körpermalerei, Möbel aus Särgen oder Bücher aus Metall – Phantasie und künstlerischer Formgebung sind keine Grenzen gesetzt und garantieren eine Fülle von Geschenkideen für sich selbst und andere.

Die Idee entstand einst gemeinsam mit dem Frauen-Netzwerk, Frauen helfen Frauen und der Gleichstellungsstelle der Stadt Jülich vor mehr als 25 Jahren. Bereits 1990 fand ein erster kleiner Markt statt, der gemeinsam von allen organisiert und durchgeführt wurde. Die Frauen wählten als Durchführungsort die Galerie „Alte Weberei“ in Titz-Rödingen, die Brigitte Habig – Gründungsmitglied von Frauen helfen Frauen – gehört, weil auf dem Hof viel Platz für Kunst ist und eine wunderbare Atmosphäre.

Der Andrang war so groß, dass sich alle einig waren: sowas gehört in die Mitte der Stadt Jülich. Als Kirsten Müller-Lehnen 1991 nach Aachen wechselte, trat Katarina Esser ihre Nachfolge als Gleichstellungsbeauftragte in Jülich an und sorgte dafür, dass die Veranstaltung auf dem Markt- und Kirchplatz in Jülich und ab dem zweiten Jahr regelmäßig auf dem Jülicher Schlossplatz stattfinden konnte. Brigitte Habig hat viele Jahre Unterstützung gegeben, z.B. bei der Auswahl und der Platzierung der Stände. Seit dem ersten Kunsthandwerkerinnenmarkt in Jülich bis zum diesjährigen Silberjubiläum ist die Veranstaltung zu einem erfolgreichen Konzept geworden, das so im näheren Umfeld nicht noch einmal zu finden ist.

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