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Nörvenich: Kampfjet mit Laser geblendet

Das hätte ganz böse enden können: Ein Düsenjet wurde in Nörvenich mit einem Laser geblendet: In der vergangenen Woche wurde vom Boden aus der Versuch unternommen, einen Piloten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ durch einen Laserpointer beim Landeanflug auf den Fliegerhorst zu blenden. Der Pilot befand sich mit einem Eurofighter aus Richtung Hürth kommend in einer Höhe von 650 Metern, als er durch das gleißend grüne Licht eines nicht handelsüblichen, starken Laserpointers zweimal angestrahlt wurde. Der Angriff fand gegen 20.45 Uhr, in einer Phase des Fluges statt, bei der die volle Konzentration auf der sicheren Landung liegt.
Der Vorfall wurde unverzüglich von dem im Anflug befindlichen Piloten an den Tower des Fliegerhorstes in Nörvenich gemeldet. In solch einem Fall veranlasst dieser alle weiteren Schritte bis hin zur Strafanzeige bei der örtlichen Polizei. Das Luftfahrzeug konnte durch den Piloten sicher gelandet werden.
Eine Laserblendung ist kein Kavaliersdelikt, hierbei handelt es sich strafrechtlich um einen gefährlichen Eingriff in den Flugverkehr, der in der Folge mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Nicht nur kann es durch den Einsatz eines Lasers zu einer körperlichen Verletzung des betroffenen Luftfahrzeugführers kommen. Es kann auch zu einer Gefährdung des direkten Umfeldes kommen, falls der Pilot in der Folge der Blendung das Luftfahrzeug nicht mehr sicher landen kann.
Das Taktische Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ wird, so wie in diesem Fall auch, jeden einzelnen Vorfall dieser Art anzeigen.

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