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HS-Woche: NACHRICHTEN AUS IHRER REGION - Briefe aus Sydney
19.07.2010
In Cairns sollte man weder im Fluss noch im Meer baden gehen. Überall stehen Schilder, die vor Krokodilen warnen. Und – auch wenn sie oft scheinbar ungelenk und faul in der Sonne liegen – Krokodile sind ungeheuer schnell. Besonders im Wasser.
Davon konnten wir uns bei Hartley’s Crocodile Adventure selbst überzeugen.
Hier werden die Reptilien gezüchtet. Zur Arterhaltung, für den Verkauf von Fleisch und für die Lederindustrie. Das Leder ist eines der teuersten der Welt mit bis zu 16 Euro pro Quadratzentimeter.
Wie explosiv Krokodile handeln, kann man bei der Fütterung sehen. Sie können mehrere Meter aus dem Wasser springen, um nach ihrer Beute zu schnappen. Selbst im niedrigen Wasser, denn die Sprungkraft kommt aus dem Schwanz. Und so ungeschickt sie an Land scheinen, wo man ihnen recht leicht entfliegen kann, so flink sind sie im Wasser.
Krokodile sind aber grundsätzlich keine Jagdtiere. Sie machen es sich gerne einfach, wenn es ums Fressen geht. Wenn eine Beute zu schwer zu erreichen ist, ist sie keine Beute mehr. Außerdem reicht ein Hase oder Huhn für ein halbes Jahr, teilweise noch länger. Das größte Krokodil dieser Farm ist ganze 4,60 Meter lang.
Tiere sind übrigens – so gefährlich sie sein mögen – nicht aggressiv. Das hat uns ein Zoowärter mit einem Taipan, der giftigsten Schlange der Welt, erklärt. Fast spielerisch ist er mit dem Tier umgegangen. Was wir an diesem Tag gelernt haben, ist, wie man mit seiner Umwelt umzugehen hat. Interessant und spannend. Und natürlich brandgefährlich ;-)
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