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HS-Woche: NACHRICHTEN AUS IHRER REGION - Mein Big Brother
Robert hat den IQ-Test mit 128 Punkten abgeschlossen. Lilly schaffte 118 Punkte, Klaus 117, Anne 110 und Eva 109 ©RTL2/Endemol
Aleks lässt sich recht emotionslos von Klaus befummeln und abknutschen ©RTL2/Endemol
Frank Schmitz beobachtet für uns BIG BROTHER, Deutschlands bekannteste TV-Wohngemeinschaft
13.04.2010
Spätestens seit gestern Abend ist BB 10 für mich nicht mehr die „härteste“ Staffel aller Zeiten, sondern die bescheuertste! Aber nicht etwa, weil sieben Bewohner zu doof waren, einen Intelligenztest korrekt auszufüllen, sondern weil sich die erlaubten Nominierungsabsprachen zu einer echten Farce entwickelt haben. Schlimm genug, dass sich meinungslose Dummchen wie Sabrina und Aleks von Strategiegott Klaus beeinflussen lassen, aber wenn die „natürliche Auslese“ – bislang immer ein wichtiger Bestandteil von Big Brother – so zur Nebensache degradiert wird, dann haftet der üble Geruch der sozialen Manipulation an diesem Format. Und das kann ich echt nicht mehr riechen.
Klaus möchte ich da noch nicht einmal einen Vorwurf machen. Er nutzt schließlich nur die ihm gegebenen Möglichkeiten und tüftelt sich auf seine spezielle Art und Weise ganz schön schlau (IQ 117!) bis ins Finale. Und auch Sabrina und Aleks können nix dafür. Sie tun einfach nur das, was sie am besten können: sich selbst zur Schau stellen und im Chor der scheinbar starken Fraktion mitsingen. Nein, es liegt nicht daran, dass Klaus Eva nicht mag, und auch nicht daran, dass Kristina Uwe auf dem Kieker oder Robert ein Problem mit Sabrina hat. Jeder hat seine Abneigungen, seine Favoriten, seine Bezugspersonen. Doch die eigene Meinung rückt völlig in den Hintergrund, wenn Beeinflussung, Erpressung und Verführung das Ergebnis der Nominierung bestimmen.
Sollte die neben Klaus und Aleks nominierte Eva am Montag das Haus verlassen müssen, ist das doppelt traurig. Einmal, weil sie das Opfer eines perfiden demagogischen Spielchens ist, zum anderen, weil sie als eine der wenigen Bewohner ein Rückgrat hat und sich nicht einschüchtern lässt. Eva fühlt sich „echt“ an, ihr Scheitern an der von ihr selbst ins Leben gerufenen Anti-Klaus-Kampagne macht sie sympathisch, weil sie eben keine linken Psycho-Spielchen drauf hat. Sie wird auch den Dauerzoff mit Sabrina nie gewinnen können, weil sie nicht in der Lage ist, ihr geistiges und emotionales Niveau so weit runter zu schrauben, um damit der Italienerin auf Augenhöhe zu begegnen...
Wenn wir uns als Zuschauer in dieser Woche gegen Eva entscheiden, entscheiden wir uns für Aleks. So ist das Spiel. Wir gäben aber damit auch einer Entwicklung Recht, die mit dem Ur-Prinzip von Big Brother nichts mehr zu tun hat. Gewinnen wird am Ende derjenige, der die Big Brother-Gesetzeslücke geschickt für sich nutzen kann oder auf der „richtigen“ Seite steht, egal ob zufällig oder beabsichtigt. Und das passt ins Gesamtbild. Endemol hat uns hier eine Staffel voller Widersprüche aufgetischt, die langsam ihrem quälenden Ende entgegen steuert. Noch acht Wochen, noch 55 Tage. Aber ob es noch 55 Kolumnen geben wird, ich weiß es ehrlich gesagt nicht…
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