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05.09.2010

HS-Woche: NACHRICHTEN AUS IHRER REGION - Leser-Meinungen

Foto: Unsicherer Schulweg in Belinghoven

Symbolfoto: Günter Havlena/pixelio.de

Annelie Schaefer aus Erkelenz schreibt:

Unsicherer Schulweg in Belinghoven

19.04.2010

Was mir, und sicher noch vielen anderen Menschen in Bellinghoven, ein großes Ärgernis darstellt, ist der Schulweg unserer Kinder. Der ist nämlich alles andere als sicher. Denn uns fehlen gerade mal ca. 200m, damit die Kinder, die zu den weiterführenden Schulen nach Erkelenz müssen ein Busticket bekommen. Somit sind  Eltern, die sich das Ticket nicht leisten können, gezwungen ihre Kinder mit dem Rad zur Schule zu schicken.

Damit sie sich ein Bild machen können von dieser Strecke, versuche ich Ihnen diese zu beschreiben.  

Von Bellinghoven aus über die Erkelenzer Str. Richtung Erkelenz (kein Problem da ist ein                Fahrradweg, mittlerweile sogar Beleuchtet!) Am Ende der Brücke hört dieser auf und die Schüler müssen die Straße überqueren, kein Problem, da die Straße wenig befahren ist.

An der Kreuzung (Esso Tankstelle) sollen sie die viel befahrene und gefährliche Kölnerstr. Überqueren um auf der richtigen Seite den Fahrradweg entlang zu fahren.      

Diese Straße kann aber man nur ca. 200m weiter vor der Bahnbrücke sicher überqueren, da dort eine Verkehrsinsel ist. Hat man das Hindernis überwunden kommt auch schon das nächste. An der Ampel hört der Radweg auf! Und als Radfahrer morgens zwischen 7:15-8:00 Uhr dort unterwegs sein ist ein wahres „Vergnügen“, probieren sie es mal aus.

Nächste Möglichkeit wäre die Wilhelmstr. (die hat einen Radweg) entlang zu fahren. Aber wie komme ich dahin?! Entweder ich gehe zu Fuß über die Ampel und dann den Fußweg nach rechts über die Goswinstr. (das ist ohne zweifel die sichere Variante).

Ansonsten muß der Schüler eine 3spurige Straße überqueren. Auf der Wilhelmstr. dürfen sie dann einen Kreis(Ei)verkehr Überwinden und eine wunderschöne abknickende Vorfahrt zur Ostpromenade. D.h. um sicher rüber zu-kommen wieder ab vom Rad die andere Straßenseite benutzen, über die Insel rüber auf die andere Straßenseite. Entweder fährt das Kind weiter zur Hauptschule, muss dabei aber an der Berufsschule vorbei, was morgens um diese Zeit auch nicht gerade gefahrenlos ist. Oder es ist Gymnasiast oder Realschüler und folgt ab dort der abknickenden Vorfahrt bis zur Ampel, (ab da ist Gott sie Dank wieder ein Fahrradweg)fährt rechts bis zu den Schulen.  

Die nächste Variante wäre ab Punkt 3.            
An der Ampel rechts bis zum Kreisverkehr. 3. Ausfahrt raus danach rechts, dann links auf die Kölnerstr. fahren. Kein Problem, da ist morgens nicht viel los, aber auf dem Rückweg schon. Danach wieder vom Rad runter, durch unser Architektonisches Wunderwerk „Kölner Tor“ und Fußgängerzone das Rad schieben. Freitags morgens dürfen die Kinder das Rad dann durchquetschen(Markt!)Oder den Markt meiden indem sie am Johanniterstift in die Kirchstr. einbiegen. Dann haben die Schüler es schon so gut wie geschafft. Ich denke der Rest ist dann leicht zu schaffen.  

Wenn unsere Kinder dann angekommen sind hatten die schon am frühen morgen ein richtiges    Abenteuer bestanden.  

So, wenn nun aber die Eltern in der finanziellen Lage sind ihrem Sprössling eine Fahrkarte zu kaufen, wird es für die Kids auch spannend. Hält der Bus an? Wenn ja, kann ich mich noch in den Bus quetschen? Bleibe ich dann auch drin bis die Türen schließen? Vor allen dingen wird es lustig für Kinder der 1. Klasse, in der mein Sohn bald geht.

Warum fährt eigentlich der Tenholter Grundschulbus, wie vor ca. 25 Jahren, nicht mehr über Bellinghoven? Den könnten zumindest die Grund- Real- und Hauptschüler mit benutzen! Aber was passiert eigentlich mittags wenn ein Bellinghovener Schüler nicht rechtzeitig aus dem Bus raus kommt?

Nächste Station „Neu Immerath“ hoffentlich aussteigen und dann auf Schusters Rappen nach Hause.   Wenn wenigstens bis zur Schule durchgehend auf beiden Straßenseiten Fahrradwege wären, und ab der Esso Tankstelle bis zur Insel, der Weg von beiden Seiten mit dem Rad befahrbar ist, damit wäre uns schon sehr geholfen.    

Annelie Schaefer              

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