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10.09.2010

HS-Woche: NACHRICHTEN AUS IHRER REGION - Leser-Meinungen

Foto: Wahl des Seniorenrates in Düren

Winfried Steffens aus Düren:

Wahl des Seniorenrates in Düren

18.03.2010

Diesmal  habe ich  als „Neubürger“ an der Briefwahl teilgenommen. Wahl? – Auswahl? – nur eine Person stand  auf meinem Wahlzettel –  in anderen Wahlbereichen ebenfalls – zur „Wahl“. Die Frage kam bei mir auf: wer ist dieser Kandidat? Recherchen  führten zu  einem  recht mageren Ergebnis, ein Bild von ihm konnte ich mir nicht machen.

Was hat dieser Rat in der zurückliegenden Zeit erreicht? Aus der Presse konnte man entnehmen, dass  er sich für die Erhöhung der Anzahl  öffentlicher Toiletten im Stadtgebiet und für den preiswerten Zugang zu kulturellen Veranstaltungen eingesetzt hat. Ferner war eine Fragebogen-Aktion gestartet worden. Einiges soll hieraus umgesetzt bzw. auf den Weg gebracht  worden sein.

Es ist  sehr zu schätzen, dass sich die Mitglieder des Seniorenrates ehrenamtlich für die Belange des von ihnen  vertretenen Personenkreises in ihrer freien Zeit einsetzen ! Ihre wertvolle Arbeit könnte besser beurteilt werden,  wenn  es   im Laufe der Wahlperiode mehr Informationen über das Erreichte geben würde .Die Presse-Arbeit fehlt.

Gibt es keinen  „alten Presse-Fuchs“, der sich hier  im Rat engagieren will?

Besonders enttäuschend fand ich den Wahlabend, der recht emotionslos verlief. Selbst einige der gewählten Ratsmitglieder waren nicht anwesend. Herr Bürgermeister Larue erwähnte in der kurzen Begrüßung, dass man ihn mehrfach auf die praktisch“ Ein-Personen-Wahl“ in einigen Wahlkreisen angesprochen habe.

Seine Antwort war „ machen Sie doch demnächst mit und lassen Sie sich wählen“- Es besteht also ein mangelndes Interesse mitzumachen!? Was wurde denn getan, um mehr Interesse zu erreichen? Will man überhaupt, dass dieser Rat stark wird? Wenn angabegemäß  amtierende Stadtratsmitglieder sich in den Seniorenrat wählen lassen – kann da nicht ein „Geschmäckle „ aufkommen?    

Viele Fragen  bleiben offen.  

 Ich befürchte, dass es sehr schwer fallen wird, neue engagierte BürgerInnen zu finden. In einer Buchbesprechung, die sich mit der älteren Generation befasst, las ich…“..auch einige Dinge gehen (im Alter) unweigerlich verloren, der MUT verbraucht sich, OFFENHEIT und NEUGIER ebenfalls….“ Denjenigen, die sich erfolgreich zur Wahl gestellt haben, wünsche ich, dass sie diese drei Eigenschaften besitzen und nutzen. Uns – die wir von außen zuschauen – sollte die Aussage mal durch den Kopf gehen. 

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