09.02.2016

Kommentar zur Woche

Guten Tag, liebe Leser

07.05.2008

Eigentlich wundert es nicht, dass Nachrichten über die schlimmen Ereignisse der Silvesternacht am Hauptbahnhof in Köln von offizieller Seite erst nach Tagen in die Öffentlichkeit getragen wurden.

Denn wenn - so viel scheint inzwischen sicher zu sein - fast 1000 junge nordafrikanisch- und arabischstämmige Männer Frauen angreifen, sexuell belästigen und berauben, erreicht man in der Öffentlichkeit nur zwei Arten von Reaktion: Einmal erhält der Nachrichtenüberbringer Kommentare, die vor Fremdenhass strotzen oder es gibt beschwichtigende Reaktionen. Die einen haben es vorher gewusst und sehen in jedem Fremden die Bereitschaft zur Kriminalität, die anderen finden, dass  die kriminelle Tat und die Herkunft der Täter nichts miteinander zu tun haben.

Beides ist falsch. Sehr wohl hat die Herkunft und kulturelle Abstammung der Täter etwas mit der Tat zu tun - und nein, nicht jeder hier lebende Asylsuchende ist kriminell.

Gerade das Umfeld des Kölner Hauptbahnhof ist - und das betrifft das Bahnhofsumfeld jeder großen Stadt - schon immer ein Treffpunkt von Kriminellen gewesen. Bahnhofsgegenden waren noch nie sicher! Taschendiebstahl, Überfälle, Sexualdelikte sind schon immer dort üblich. Und das schon lange, bevor Gastarbeiter nach Deutschland kamen. Das also hat nichts mit asylsuchenden Nordafrikanern oder Arabern zu tun.

Fragen muss man, wieso die Polizei nicht vorbereitet war? Die kriminelle Szene um den Bahnhof ist seit langem bekannt. Neu war das Zusammenrotten sowie die Ausführung der Taten. Dennoch: Hat die Polizei die Gegend um den Bahnhof bereits aufgegeben, zum rechtsfreien Raum verkommen lassen?

Andererseits kommen die Täter aus dem Kreis asylsuchender Nordafrikaner und Araber. Sie nicht Flüchtlinge zu nennen ist falsch. Denn auch Asylsuchende kamen schließlich als Flüchtlinge hierher.

Was muss geschehen? Politik und Polizei müssen jetzt konsequent reagieren. Und zwar sofort und mit Härte.

Ihnen eine angenehme Woche
Ihr
Reinhold Haimüller