04.12.2016

Kommentar zur Woche

Guten Tag, liebe Leser

07.05.2008

Das Thema Trump wird uns noch lange beschäftigen. Nicht nur in den Wochen nach der Wahl. Denn Donald Trumps Wahlsieg in den USA könnte auch das Wahljahr 2017 in Deutschland beeinflussen.  

In USA und Russland, den wichtigsten Staaten in jeder Beziehung, regieren 2017 nicht mehr die berechenbaren Politiker. Mit Trump und Putin steuern wir auf die Unkalkulierbarkeit der Weltpolitik zu. Aber, es gibt noch eine Konstante. Es ist tatsächlich Kanzlerin Merkel. Sie ist jetzt  der „leader of the free world“  

Was Präsident Trump aus dem Amt macht, das er bekommt, ist ungewiss. Sicherlich wird jede seiner außenpolitischen Bewegungen für Aufregung sorgen. In Deutschland, aber auch in anderen Staaten.  

Wer steht in Europa Trump gegenüber, sollte er so regieren, wie er es im Wahlkampf andeutete? In Frankreich ein angeschlagener Francois Hollande, in Großbritannien eine Politikerschar, die sich dem Brexit widmen muss,  in Italien ein vor einem Bankenzusammenbruch bibbernder Matteo Renzi...?  

Die Reihe ließe sich fortsetzen. Tatsächlich ist es einzig Angela Merkel, die einem US-Präsidenten entgegentreten kann. Und somit zum  Ansprechpartner wird.   M erkel stellte Trump in ihrer Gratulationsrede Bedingungen. Das schien auf den ersten Blick überheblich, war aber vermutlich das richtige Zeichen.

Trump dürften Merkels Bedingungen eher egal sein. Aber sie hat sich dadurch in die erste Reihe gestellt und für Trump als Ansprechpartner zu erkennen gegeben. Seine Aufmerksamkeit dürfte sie nun haben.  

Merkel ist tatsächlich das  einzige Gegenüber von Gewicht, das der Präsident in Europa hat. Eine starke Kanzlerin Merkel kann sich zwischen Putin, Erdogan und Trump stellen. Sie wird ernstgenommen werden. Das sollte uns alle beruhigen. Und genau das wird das Wahljahr 2017 massiv beeinflussen.  

Ihnen eine angenehme Woche  

Ihr

Reinhold Haimüller