31.03.2015

Kommentar zur Woche

Guten Tag, liebe Leser

07.05.2008

Die Geschichte hat schon viele unberechenbare Herrscher gesehen. Irre, Größenwahnsinnige, Halunken .... In den letzten Tagen fragt man sich immer öfter, in welche Gruppe die neue Regierung von Griechenland gehört? Größenwahnsinnig, irre oder dem Schurkentum nahe?

Der Gipfel der Ankündigungen ist jetzt die Drohung des griechischen Verteidigungsministers, Flüchtlinge mit Papieren auszustatten und nach Berlin zu schicken. Hier muss jetzt die Frage erlaubt sein, von welchem Geist die Regierung Tsipras ist? Ein Erpresser? Ein politischer Ganove?

Wie mag diese griechische Regierung aus Linksradikalen und Nationalisten tatsächlich ticken? Verstehen tut sie niemand außerhalb Griechenlands. Denn dieses Gebilde aus Rechten und Linksradikalen glaubt anscheinend, ihrem Land zu dienen, indem man anderen Regierungen die (bisher verbale) Pistole auf die Brust setzt.

Erpressung statt Diplomatie - wie soll das funktionieren? Der Verteidigungsminister jedenfalls sagt klar: Wenn sich Griechenland von Europa „misshandelt“ fühle, würde man künftig illegale Einwanderer - unter ihnen können schließlich auch Terroristen sein- mit Papieren auszustatten und dann nach Deutschland schicken.

Klar, das es jetzt vielen - auch den Spitzenpolitikern in Deutschland - reicht. Aber das kann genau der Plan der griechischen Regierung sein. Denn somit bietet sich die Gelegenheit, weiter an einer Opferlegende zu dichten. Griechenland, das Opfer der mächtigen europäischen Führungsmacht.

Griechenland bittet gleichzeitig Europa um Hilfe, fragt nach Solidarität mit dem geschundenen Land. Europas Staaten sind durchaus gewillt, sich solidarisch zu zeigen, Griechenland auch weiterhin zu helfen. Aber das funktioniert nur mit einem Staat, der nicht von Erpressern, Ganoven, Verrückten oder unberechenbaren Machthabern regiert wird. Sondern von kühl denkenden Diplomaten. Dies zu verlangen, ist nicht Machtausübung sondern politischer Anstand.


Ihnen eine angenehme Woche
Ihr
Reinhold Haimüller